#115 NAHRUNGSMITTELALLERGIE: So kommt dein Kind sicher durch den Alltag

Shownotes

Hier gehts zum Allergiecheck www.allergiecheck.de/notfallhilfe

Eine Nahrungsmittelallergie trifft Familien oft aus dem Nichts, so wie bei "Ben", der nach seinem allerersten Rührei plötzlich heftig reagiert. Von diesem Moment an dreht sich für viele Eltern gefühlt alles um eine Frage: Wie schütze ich mein Kind, ohne dass sich unser ganzes Leben nur noch um die Allergie dreht? Wenn ihr das kennt, seid ihr hier genau richtig. Gemeinsam mit Kinderärztin und Allergieexpertin Monique Tettenborn nehmen sich Tati und Felix die Situationen vor, die im Familienalltag wirklich zählen: Zutatenlisten und versteckte Allergene, der Umgang mit Spurenhinweisen, Kindergeburtstage, Kita und Schule, Restaurantbesuche und sogar das Reisen mit Allergie. ✈️

Außerdem geht es darum, wie ihr euer Kind Schritt für Schritt selbst Verantwortung übernehmen lasst und warum es bei vielen Nahrungsmittelallergien im Kindesalter richtig gute Nachrichten für die Zukunft gibt. Das Ziel dieser Folge: Respekt vor der Allergie, aber raus aus der Dauerangst. Mit dem richtigen Wissen und einer guten Vorbereitung wird aus Unsicherheit echte Handlungssicherheit 💛

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Transkript anzeigen

01:00:12: (Jazz Music)

01:00:18: Speaker 1 liebe Herzens. Ihr seid wieder dabei bei einer Folge eures Lieblings-Kinderhaut-Podcasts bei Haut und Herz. So schön, dass ihr dabei seid.

01:00:40: Speaker 1 Wir wollen heute wieder über das Thema Allergie sprechen, wenn wir hier so eine kleine Allergie-Serie für euch vorbereitet. Und ich bin es auch schon so ein bisschen wehmütig, weil heute ist das große Finale. Aber es kommt auch wirklich ein ganz schönes und ein ganz wichtiges Thema. Es soll nämlich darum gehen, wie können wir als Eltern den Alltag sicherer gestalten, wenn eines unserer Kinder unter einer Nahrungsmittelallergie leidet?

01:01:06: Speaker 1 Und wenn bei einem Kind eine Nahrungsmittelallergie festgestellt wird, da glaube ich

01:01:11: Speaker 1 explodieren bei uns Eltern im Kopf die Fragen, oh Gott, was darf mein Kind überhaupt jetzt noch essen? Wie sieht denn überhaupt jetzt unser Alltag aus? Was ist mit Kindergeburtstag im Kindergarten? Können wir überhaupt jemals wieder ins Restaurant gehen oder in den Urlaub fahren? Und wie schaffe ich es eigentlich als Eltern, dass ich mein Kind auf der einen Seite unbedingt schützen will vor einer schweren allergischen Reaktion, ohne aber dass wir ständig alle in Angst und Panik leben müssen? Genau darüber sprechen wir heute, liebe Herzis, denn das Ziel ist ja nicht, dass sich das Leben nur noch um dieses Thema Allergie dreht, sondern dass wir als Familien Sicherheit gewinnen und unsere Kinder trotz Allergie möglichst unbeschwert aufwachsen lassen. Zu Gast ist auch in dieser Folge wieder unsere Allergie-Expertin und Liebe Kinderärztin Monique Tettenborn. Hallo Monique.

01:02:00: Speaker 3 Hallo Tatjana, schön, dass ich wieder bei euch sein darf.

01:02:03: Speaker 1 Ja, also habe ich mich so an dich gewöhnt, Monique, ich finde es irgendwie so schade, dass es jetzt schon die letzte Folge ist, aber es wird wie gesagt eben eine besonders schöne Abschlussfolge mit dir, ich freue mich. Ich habe zu Beginn Monique, wenn es okay ist, wieder einen Patientenfall mitgebracht,

01:02:20: Speaker 1 damit wir uns einfach ein bisschen besser vorstellen können, wie es ist, ein Kind zu haben, was unter einer Nahrungsmittelallergie leidet. Super, ja, lass uns direkt damit starten.

01:02:31: Speaker 1 Also es handelt sich um den kleinen Ben, Ben ist zehn Monate alt und er hat schon so seit dem dritten, vierten Lebensmonat leider immer wieder mit Noro der Mietesschüben zu kämpfen. Die Haut haben die Eltern eigentlich ganz gut im Griff und cremen ganz fleißig und haben natürlich auch mit zehn Monaten schon mit der Beikost gestartet und er ist wirklich so ein kleiner Warneprop mehr, liebt, liebt Essen und ist auch ganz experimentierfreudig. Und so sitzt die Familie von Ben am Sonntagmorgen schön beim Familienfrühstück und der Frühstückstisch ist erreichgedeckt. Es riecht nach frischen Brötchen und es gibt ein leckeres Rührei. Und die Mama gibt ihm einen kleinen Ben, munter ein bisschen was von dem Rührei, das bietet sich ja auch an, da muss man nicht so angestammt, dass sie sich irgendwie verschlucken oder so, ist ja schön weich, lässt sich gut essen für die Kleinen. Und Ben verschlingt wirklich das Rührei mit großer Wonde und ruft immer noch mehr, mehr, mehr, weil es ihm so gut schmeckt. Und das Ganze geht so ein paar Minuten und irgendwie merkt die Mama dann auf einmal, hey, komisch, warum ist denn der jetzt auf einmal so rot um den Mund?

01:03:34: Speaker 1 Die Mama denken, die hat sich wahrscheinlich da irgendwie gerieben oder vielleicht, ich weiß nicht, war da irgendwie ein bisschen Gewürz oder so dran, was leicht die Haut reizt um den Mund? Doch wie sie ihn so anguckt, merkt sie, dass die Flecken auf einmal weh werden und auch an den Backen, am Hals kriegt er überall so rote Flecken, die so ein bisschen erhaben aussehen, so fast als wäre er in die Brennerseln gefallen.

01:03:55: Speaker 1 Und da wird die Mama auf einmal echt so ein bisschen unruhig und denkt so, was ist denn jetzt los? Und als er dann wenige Minuten später wirklich heftig erbricht, da kriegt die Mama richtig Panik und denkt, oh, oh, irgendwie nicht, nicht, dass man kennt jetzt hier irgendwie eine Schwere allergiert und der Vater, der fackert nicht lange, der ruft auch gleich die 112.

01:04:13: Speaker 1 Und Gott sei Dank kurze Zeit später ist auch der Notarzt dann in der Wohnung und gibt Ben gleich Allergiemedikamente und innerhalb von ein paar Minuten geht es Ben auch zum Glück schon deutlich besser. Die Familie wird dann trotzdem natürlich zur Sicherheit und zur Nachbeobachtung vom Notarzt in die Kinderklinik gebracht und dort erfahren sie eben das erste Mal, Ben hat wahrscheinlich eine Hühne-Ei-Allergie. Und auf dem Rückweg sitzt die Familie im Auto und

01:04:39: Speaker 1 bei der Mama

01:04:40: Speaker 1 dreht sich

01:04:41: Speaker 1 Kopf ganz wild die Gedanken, was, was darf Ben denn jetzt überhaupt essen? Was ist denn mit Kuchen, mit Keksen? Wo weiß ich denn überhaupt, wo überhaupt alles Ei drin ist und was ist mit Spuren vom Ei? Geht das wenigstens? Oh Gott, was sage ich denn im Kindergarten? Was, aber wie soll denn das da gehen, wenn da kein Ei essen darf? Genau, deswegen Monique, bin ich so froh, dass du heute da bist als Allergie-Experten, weil das war ja nur so ein kleiner, kleiner Auswahl an Fragen, wahrscheinlich am Elternhunderte von Fragen im Kopf, wenn es um das Thema Nahrungsmittelallergie geht. Lass uns heute doch gerne einfach mal zusammen die wichtigsten Elternfragen klären beim Thema Nahrungsmittelsicherheit.

01:05:19: Speaker 3 Ja Tatiana, lass uns direkt am besten mit der Hühne-Ei-Allergie starten. Also welche Folgen hat das Ganze jetzt letztendlich? Und ich glaube, da können wir mit den Allergenauslöser vermeiden starten. Das heißt, die Hühne-Ei kommt jetzt erstmal tatsächlich auf die rote Liste. Die Klinik hat festgestellt, dass es hier das ja eine Allergie vorliegt und das bedeutet jetzt tatsächlich erstmal, dass Hühne-Ei-Tabu ist, auch in jeglicher Zubereitungsart. Und ganz wichtig ist immer, das gilt für Hühne-Ei, nicht für andere Lebensmittel. Keine unbegründeten Diäten im Kindesalter. Wir hatten das Thema schon mal und das heißt jetzt wirklich konkret für die Mutter, dass eben Zutatenlisten beim Einkauf gelesen werden müssen. Denn wir haben 14 verschiedene oder die 14 häufigsten Allergieauslöser in Deutschland müssen gekennzeichnet werden und hier müssen ganz klar geeignete Alternativen gefunden werden. Das bedeutet aber auch eben jetzt für die Familie, dass im Arztgespräch geklärt werden muss. Wie geht es weiter? Die Diagnose haben wir schon, aber Ben wird jetzt wahrscheinlich auch vom Kinderarzt oder

01:06:25: Speaker 3 Allergologen mit einem Anaphylaxin Notfallpass versorgt, aber eben auch dem Notfallset, was im Zweifel dann zur Anwendung kommt, wenn es nochmal aus Versehen zu Kontakt mit Hühne-Ei kommt. Und das sind erstmal so die ersten wichtigen Schritte.

01:06:43: Speaker 1 Okay super, das heißt der wichtigste Schritt für die Familie, du hast es schon gesagt, Ei auf der einen Seite natürlich strikt vermeiden und zum anderen falls man das doch irgendwie mal nicht schafft das Ei zu vermeiden und Ben versehentlich Ei ist, dass man dann auch im Zweifel weiß, wie man im Notfall reagiert. Dafür kriegt man einen Notfallplan vom Kinderarzt, indem einfach nochmal steht ganz genau, was sind die einzelnen Schritte und du hast es auch erwähnt, man kriegt einen Notfallset vom Kinderarzt. Kannst du nochmal ganz kurz sagen, was in diesem Notfallset an Medikamenten enthalten ist?

01:07:16: Speaker 3 Also in dem Notfallset wird Adrenalin zu finden sein, aber eben auch ein Antihistaminikum und Cortison und bei vielen findet sich tatsächlich auch noch ein so genanntes Asthma Spray in dem Set,

01:07:28: Speaker 3 die Atmung einfach wieder erleichtern kann.

01:07:31: Speaker 1 Okay super, das sind ja schon ganz viele Medikamente, die da drin sind. Monique, würdest du in jedem Fall empfehlen, dass Eltern sich genau erklären lassen vom Kinderarzt oder vom Allergologen, Allergologin, wie diese Medikamente anzuwenden sind?

01:07:46: Speaker 3 Absolut, das gehört eigentlich tatsächlich auch zum Standard, wenn man dann im Arztgespräch drin ist, dass einmal besprochen wird, wann ich aufmerksam werden muss, welche Symptome muss ich beachten,

01:07:59: Fährbom

01:07:59: Speaker 3 und wie wende ich wirklich die Medikamente auch an und es gibt, um alle zu beruhigen, auch immer wieder regelmäßige Check-ups, wo einfach kontrolliert wird beim Arzt, ist das Set noch aktuell, nur Medikamente laufen auch mal ab, aber gerade bei Kindern findet auch irgendwann eine Dosisanpassung statt, weil das Kind gewachsen ist und sich das Gewicht verändert hat. Also hier ist man nicht alleine auf sich alleine gestellt.

01:08:26: Speaker 1 Was tun bei einer schweren allergischen Reaktion? Wenn dein Kind oder jemand in deinem Umfeld an einer schweren Allergie mit einer Phylaxirisiko leidet, ist es besonders wichtig, gut vorbereitet zu sein. Unter allergiecheck.de slash

01:08:43: Werbung Ende

01:08:44: Speaker 1 die wichtigsten Infos, Tipps zur ersten Hilfe und einen praktischen Leitfaden für den Arztbesuch. Schau gleich nach der Folge rein unter allergiecheck.de slash notfallhilfe.

01:08:58: Speaker 1 Okay, das ist ja super. Das heißt, ich als Eltern lasse mich einweisen vom Arzt, wie ich diese Medikamente im Zweifel anzuwenden habe oder wie ich überhaupt im Notfall reagiere. Was ist aber denn, wenn mein Kind in die Schule geht oder im Kindergarten oder in der Kita ist, da müssen ja auch Betreuungspersonen irgendwie Bescheid wissen. Was für ein Tipp hast du da?

01:09:17: Speaker 3 Genau, da sagst du nämlich was wichtiges. Also Eltern sollten darauf achten, dass eben auch die Kita oder die Schule oder Betreuer in der Freizeit wirklich über die schwere Allergie informiert werden. Wir haben heutzutage viele Unverträglichkeiten, Intoleranzen etc. Pp, aber hier sprechen wir wirklich über eine Erkrankung, die sich von all dem abgrenzt. Wir haben ja die lebensbedrohliche, potenzielle lebensbedrohliche Erkrankung und

01:09:41: Speaker 3 den Eltern auch gegenüber den Betreuern klar gemacht werden und einfach gesagt werden, was gemieden werden muss, dass es Notfallset gibt und dass es einfach auch bestimmte konkrete Handlungsschritte gibt, die beachtet werden sollten. Da müssen alle Eltern nicht alleine dran, sondern bekommen auch Unterstützung im Zweifel durch Schulungen, die in Kitas oder Schulen durchgeführt werden können.

01:10:04: Speaker 1 Super wertvoller Tipp. Du hast gesagt, das Allergehen muss vermieden werden. Jetzt ist es ja leichter gesagt als getan. Klar,

01:10:15: Speaker 1 wenn ich jetzt sozusagen ein Nahrungsmittel im Rotzustand kaufe, irgendwie ein Obst oder Gemüse, dann weiß ich ja, okay, da ist dann im Zweifel keine Erdnuss oder kein Ei drin. Aber wie sieht es denn aus, wenn ich jetzt im Supermarkt ein abgepacktes Lebensmittel kaufe? Woran erkenne ich denn, ob in diesem Lebensmittel überhaupt das Allergehen enthalten ist?

01:10:39: Speaker 3 Also in Deutschland haben wir zum Glück die Kennzeichnungspflicht. Das bedeutet, Eltern schauen auf die Zutatenliste hinten auf dem Produkt und wir haben hier die 14 häufigsten Allergene fettgedruckt und dazu zählt auch das Hühner-Ei, aber auch Milch, Erdnüsse. Und wichtig ist wirklich, jede Packung zu prüfen, denn Hersteller können auch Produkte anpassen oder Inhaltsstoffe verändern und das würden sie dort finden, genau.

01:11:04: Speaker 1 Okay, das heißt, bei verpackten Lebensmitteln ist es an sich relativ einfach, weil die häufigsten und wichtigsten Allergene ganz eindeutig gekennzeichnet sind und es steht drauf, hier ist Ei enthalten, hier ist Erdnuss enthalten, hier ist Soja enthalten, da steht dann drauf auf der Packung. Exakt. Okay. Jetzt gibt es aber natürlich auch, wie ist es zum Beispiel, wenn ich in die Bäckerei gehe und dann nicht abgepacktes Brot zum Beispiel kaufe oder nicht abgepackten Kuchen, da können den ja häufig auch einfach versteckt Allergene drin sein, ohne dass ich das dem Lebensmittel von außen ansehe. Das heißt, viele Eltern sind ja super überfordert in solchen Situationen. Wann würdest du denn sagen, ist wirklich eine professionelle Ernährungsberatung sinnvoll und vor allem, wie kommen Eltern überhaupt an sowas ran?

01:11:52: Speaker 3 Also, wenn mein Kind oder ich vielleicht sogar als Erwachsener selber von einer schweren allergischen Reaktion betroffen war und es im Krankenhaus oder beim behandelenden Allergologen zu der Diagnose einer Allergie kam, dann eigentlich ehrlicherweise immer. Also, ich finde, eine Ernährungsberatung immer sinnvoll, gerade nicht nur um zu erkennen, wie

01:12:16: Speaker 3 nicht nur um den Kontakt mit dem Allergieauslöser zukünftig zu vermeiden, sondern auch einfach um eine Mangel- oder Fehlanerung zu vermeiden. Wir haben häufig auch mehrere Allergie, nicht nur eine und das kann ganz schön herausfordernd sein, dann entsprechend eine ausgebogene Ernährung dem Kind zu bieten und hier braucht es einfach wirklich professionelle Unterstützung.

01:12:37: Speaker 1 Ja klar, das macht natürlich auch maximal Sinn. Also, bei Erdnuss, darauf kann ich ja getrost verzichten, aber wenn ich jetzt zum Beispiel auf sowas wie Milch oder sogar Ei verzichte, da können wie du sagst ja auch wirklich Mangelzustände entstehen, weil ich einfach ja dadurch viele Lebensmittel meide, die sehr näherstoffreich sind und die wichtig sind für ein gesundes Aufwachsen meines Kindes, das heißt, da macht es auf jeden Fall Sinn, dass man sich nochmal professionell beraten lässt

01:13:00: Speaker 1 Okay, wir haben es jetzt also gerade schon gehabt, es gibt auch mal ja so Mini-Spuren von Allergenen in Lebensmittel, sagt man sich da, naja, das bisschen, das schadet nicht oder sollten Eltern auch da besonders vorsichtig sein?

01:13:14: Speaker 3 du hattest ja gerade eben auch die Situation beim Bäcker angesprochen, also hier sollten Eltern wirklich sich dann auch entsprechend die Zutatenliste geben lassen und in jeder Bäckerei besteht ebenfalls die Kennzeichnungspflicht, das heißt, das, was dort verwendet wird und möglicherweise ein Allergieauslöser sein könnte, wird dort ebenfalls zur Verfügung stehen. Aber lass uns vielleicht nochmal konkret zurück auf den typischen Ablauf, wie komme ich an diese Ernährungsberatung überhaupt blicken?

01:13:44: Speaker 3 Letztendlich, wenn die Diagnose der Nahrungsmittel-Ellergie steht, gibt es eben auch die Option, eine ärztliche Bescheinigung für diese Ernährungsberatung zu bekommen und Ernährungsberatung bieten viele Personen an, aber hier braucht es wirklich allergologisch qualifizierte Ernährungsfachkräfte und wenn ich diese Bescheinigung dann habe, entweder einmal kurz mit dem Arzt ins Gespräch gehen, ob er bereits eine Übersicht für Ernährungsfachkräfte hat, aber auch das Gespräch mit der Krankenkasse kann sinnvoll sein, denn bestimmte Krankenkassen arbeiten mit bestimmten Ernährungsfachkräften manchmal zusammen. Ansonsten gibt es hier auch vom DAAB, also vom Deutschen Allergie- und Asthma Bund, eine schöne Übersicht, wo nach Postleitzahl entsprechend qualifizierte Fachkräfte gefunden werden können und die Kosten können dann im Anschluss auch bei der Krankenkasse eingereicht werden und werden erstattet oder teilerstattet und dann schaut man einfach zusammen mit der Ernährungsfachkraft, ob die ab allen Beratungstermin ausreicht oder ob wir wirklich nochmal ein Folgetermin und eine langfristige Nachbetreuung benötigen, wie das vielleicht der Fall wäre, wenn wirklich mehrere Allergien bei einer Rolle spielen.

01:14:54: Speaker 1 Okay, mega, Monique, ich spüre schon, wie bei vielen Herzens jetzt so ein bisschen ein Stein vom Herzen fällt, dass man einfach in dieser doch sehr anspruchsvollen und überfordernenden Situation, dass man da wirklich Anspruch hat, auch auf Hilfe, dass man eben eine professionelle Ernährungsberatung bekommt über den Kinderarzt, die Kinderärztin, dass man im Zweifel aber auch Adressen über die Krankenversicherung erhält oder du hast es gesagt, ganz tolles Angebot auch vom Deutschen Allergie- und Asthma Bund, dass dort auch sozusagen im Wohnumfeld auch allagogisch tätige Ernährungsberaterinnen aufgelistet sind. Den Link, liebe Herzies, den stellen wir euch auch auf jeden Fall in unseren Kinderhautkompass, in unseren Newsletter, den ihr bitte unbedingt abonniert und dann habt ihr immer alle Infos bei euch im Postfach. All right, also Monique, jetzt haben wir geklärt, Ernährungsberatung ist in jedem Fall sinnvoll. Ich kann mir vorstellen, dass in dieser Ernährungsberatung auch die Frage geklärt wird, wie mit Spuren von Allergenen, also ganz, ganz, ganz kleinen Mengen von Allergien umgegangen wird. Hilf mir doch mal, Monique, sagt man dabei, Minim spuren, ach, das ist nicht so schlimm, da kommt das Immunsystem schon klar oder muss man da genauso vorsichtig sein.

01:16:05: Speaker 3 Wenn du mich vererkst, ist das ein super spannendes Thema und wenn ich ehrlich bin, wusste ich da auch gar nicht, ganz lange nicht genau Bescheid. Also wichtig ist, wir finden immer mal wieder oder sehr oft sogar auf den Verpackungen der Produkte, den Hinweis kann Spuren von, mhm, enthalten. Und es ist so, dass dieser Hinweis insbesondere für Betroffene einer schweren Form der Anaphylaxie relevant sind und genau, man kann entweder an Grücksprache mit dem Arzt klären, ob das wirklich beachtet werden muss, aber eben auch mit der Ernährungsberatung. Kommen wir doch aber mal zu der Aussage, kann Spuren von, mhm, enthalten. Was bedeutet das nämlich eigentlich im Alltag? Und ich spoiler schon mal, das kann alles und nichts heißen, denn erstens ist diese Kennzeichnung freiwillig, das heißt der Hersteller hat keine Pflicht, diesen Aufdruck zu verwenden und es gibt in Deutschland bisher leider keine gesetzlich einheitliche Regelung zur Spuren Kennzeichnung. Aktuell sagt ein solcher Warnhinweis oft wenig darüber aus, ob das konkrete Produkt wirklich eine Gefahr darstellt und wieviel Allergen wirklich davon enthalten ist und manche Lebensmittel sind auch einfach nur vorsorglich gekennzeichnet und andere eben nicht. Und teilweise finden wir auch einfach Aussagen zu Produktionsstädte, das heißt in diesem Werk werden eben auch noch andere Produkte hergestellt und bei deren Produktion kann es zur Verwendung von relevanten Allergen kommen, hat aber mit dem Produkt, was ich kaufen möchte, gar nichts zu tun unbedingt. Und deshalb sind sich da auch die Fachverwände zum jetzigen Zeitpunkt ziemlich einig, dass nämlich der Nutzen in der bisherigen Art und Weise nicht wirklich den Betroffenen hilft und eher zu Fehl- und Mangelernährungen führen kann und was diese Aussage konkret bedeutet, kann eigentlich nur der Hersteller beantworten, sodass sich betroffenener schweren Allergie im Zweifel wirklich an den Hersteller wenden müssen, um zu erfahren, was heißt das jetzt konkret für mich?

01:18:06: Speaker 1 Okay, also das ist offensichtlich ein bisschen kompliziert mit den Spuren. Lieber hat es einmal mehr unbedingt noch mal klären, auch zusammen mit dem Ernährungsberater oder mit der Ernährungsberaterin, was dieser Spurenhinweis jetzt ganz konkret in der Situation eures Kindes bedeutet.

01:18:24: Speaker 1 Okay, Monique, Kindergeburtstag ist ja was, worüber sich alle Kinder freuen und wo wir auch als Eltern natürlich immer gerne mit dabei sind, ist aber jetzt bei einem Allergie gefährdeten Kind, kann das ja der absolute Entgegner sein, oder? Weil da wimmelt es also von möglichen Allergenen und ich habe vielleicht auch nicht immer die Aufsicht als Eltern und kann ja nicht bei jedem Schritt irgendwie da dabei sein, wie kann ich dann als Eltern mein Kind auf der einen Seite aber eben auch andere Betreuungspersonen gut vorbereiten auf diese Situation?

01:18:59: Speaker 3 Also ich glaube, dass hier einfach auch die Vorbereitung eine große Rolle und eine wichtige Rolle spielt. Ich sollte einfach schauen, dass es die schwere Allergie frühzeitig mit dem Gastgeber kommuniziert wird. Das heißt, Gastgeber informieren, dass hier nicht nur eine Unverträglichkeit besteht, sondern wirklich ein großes Risiko im Zweifel, wenn es viele Leckereien gibt, einfach sichere Alternativen dem Kind mitgeben und natürlich immer das Notfallset dabei haben. Wir haben es bereits angesprochen, das Notfallset sollte nicht zu Hause auf dem Küchentisch liegen oder auf der Rückbank im Auto, sondern am Kind sein und immer dabei sein.

01:19:38: Speaker 3 Wichtig finde ich es aber auch, das Kind zu involvieren. Das heißt, die Selbstwirksamkeit des Kindes zu stärken. Es soll ermutigt werden, aktiv Erwachsene auf Feiern, auf Veranstaltung zu fragen bezüglich der Inhaltsstoffe von Speisen, aber auch von sich aus zu sagen, hey, ich habe die und die Allergie, ist das da drinne und im Zweifel ermutigen lieber zweimal nachzufragen statt

01:20:01: Speaker 3 die böse Überraschung auch dem Geburtstag zu erleben. Kinder sollten nicht unbekannte oder fremde Speisen einfach annehmen, nicht einfach Snacks tauschen. Und das kann man sehr wohl mit dem Kind schon besprechen. Wir haben in Deutschland auch in der Behandlung den Ansatz, das Kind frühzeitig zu involvieren, auch beim Einsatz des Notfallsets. Es sollte natürlich immer altersgerecht entsprechend aufgeklärt werden, aber es sollte genauso wissen, wo ist das Notfallset und wie wenn ich meine Medikamente an und sich im Zweifel auch an Erwachsene wenden und sagen, hey, irgendwas ist nicht gut, wie geht es nicht gut, ich habe eine Allergie, damit es nicht alleine bleibt.

01:20:38: Speaker 1 Ganz, ganz wichtiger Punkt, Monique, ich glaube auch, dass man vielen Kindern damit wirklich auch die Angst und diese Ungewissheit ein Stück weit nehmen kann, indem man sie wirklich involviert und sie diese Selbstwirksamkeit, wie du es hier auch genannt hast, auch spür, dass sie selber aktiv was dazu beitragen können, Allergene zu vermeiden oder auch sollte es doch mal zu einer Reaktion kommen, dass Kinder ganz früh wissen, hey, ich muss das, das und das tun, damit es mir besser geht. Das ist super wertvoll und super hilfreich für die ganze Familie. Richtig, ja.

01:21:12: Speaker 1 Okay, Kindergeburtstag ist ja zum Glück nicht aller Tage, aber sowas wie Kindergarten oder Schule. Ich meine, da habe ich ja tagtäglich die Situation, dass mein Kind quasi fremd betreut ist und ich nicht jede Sekunde auf es aufpassen kann. Was hast du da konkret für Tipps für Kinder mit Allergien?

01:21:28: Speaker 3 Hier sollten tatsächlich Betreuer eine klare Kommunikation durch die Eltern erhalten. Das heißt, der Hinweis, hey, hier geht es um eine schwere lebensbedrohliche Allergie, nicht einfach nur eine Unverträglichkeit. Betreuer werden heutzutage wirklich mit vielen Ernährungseinschränkungen konfrontiert und da ist es wichtig, einfach klar zu kommunizieren, hey, hier geht es nicht um eine Unverträglichkeit oder Intoleranz oder was auch immer, sondern wirklich um ein ganz, ganz ernstes Thema. Es gibt einen Notfallplan, wann was zu tun ist. Es gibt ein Notfallset und auch Betreuer sollten wissen, dass das A existiert und B, wie die Medikamente angewendet werden. Ja, Betreuer dürfen und sollen bitte die Notfallmedikamente anwenden. Hier können die Eltern auch noch mal ins Gespräch gehen. Gibt es vielleicht entsprechende formulare Dokumente seitens der Kita oder der Schule, die ausgefüllt werden? Das kann man schon in der Vorbereitung tun und auch regelmäßige Schulungen werden für Kitas und Schulen angeboten, wo sich im Zweifel einfach die Rücksprache mit der behandelenden Ärztin oder dem Kinderarzt lohnt, kann zu sagen, hey, ich brauche da Unterstützung für die Kita, für die Schule, hier gibt es einfach Schulungsangebote auch durch Verbände.

01:22:38: Speaker 1 Okay, Monique, das ist ja auch nochmal ein ganz, ganz wertvoller Tipp. Das heißt, wir als Eltern können auch direkt zu dem Betreuenden gehen, die auch quasi einweisen in die Verwendung des Notfall-Sets, ihnen den Notfallplan zeigen und sagen das und das und das sind die Schritte. Gibt es denn noch zusätzlich irgendwie Möglichkeiten, wie sich Lehrer, wie sich Erzieher, Betreunde irgendwie im Bereich, ja, Anna Füllexie allergischer Schockbehandlung weiterbilden können?

01:23:03: Speaker 3 Absolut, die gibt es. Denn vor die Herausforderung wurden schon viele gestellt und hier gibt es mittlerweile die auf annafüllexieschulung.de Schulungszentren, die solche Fortbildungen anbieten, auch auf der Seite des DAABs, also des Deutschen Allergie und Asthma-Bundes, kann man hier Adressen finden und Unterstützung. Das Wichtigste ist, glaube ich, immer nicht Angst zu haben vor der Notfall-Situation, sondern zu schauen, okay, wann braucht es was und wenn man sich das im Zweifel nicht alleine zutraut, sich Hilfe zu holen.

01:23:36: Speaker 3 Okay.

01:23:38: Speaker 1 Wie sieht es denn aus, Monique

01:23:39: Speaker 1 Restaurantbesuch? Ist das komplett tabu, sagst du, wenn mein Kind eine Nahrungsmittel Allergie hat oder wie kann man sich dann darauf vorbereiten?

01:23:49: Speaker 3 Nein, bitte nicht. Also Kinder sollten schon entsprechend das Gerecht aufwachsen. Dazu gehört auch wirklich der Restaurantbesuch und in den meisten Fällen muss darauf nicht verzichtet werden. Bitte, bitte nicht. Auch hier zählt Vorbereitung einfach. Ist das Notfall-Set dabei? Ist es aktuell? Haben wir an alles gedacht? Dann klar auch hier die Allergie benennen und im Zweifel auch hier nachfragen. Wie gesagt, wir haben die Kennzeichnungspflicht, die gilt auch für Restaurants, hier wirklich nachfragen und bitte am normalen Alltagsleben teilnehmen.

01:24:22: Speaker 1 Ja. Okay, das heißt, ich als Eltern spreche dann einfach den Kellner an und sag hier im Menü würde ich gerne das und das für meinen Kind bestellen. Das hat aber, zum Beispiel, Erdnussallergie. Sind da sicher keine Erdnüsse drin? Ist das richtig? Genau, so sieht es aus. Ja. Okay, perfekt. Letzter und wichtiger Punkt, dass er auch für viele, zum Glück auch zum Leben dazugehört, ist die Möglichkeit zu reisen. Was sagst du? Reisen und Nahrungsmittelallergie geht das zusammen? Und wenn ja, was sind da deine Tipps?

01:24:53: Speaker 3 Ja, Sommerzeit ist Reisezeit. Da sprichst du ein schönes Thema an. Vielleicht sollten sich Eltern vor Reiseplanung und Antritt einfach einmal Gedanken machen. Wir haben einfach andere Länder, da sind auch andere medizinische Standards manchmal, Gang und Gebe und das sollte natürlich schon mal vor der Planung beachtet werden. Dann ist noch wichtig vor Reiseantritt, sind die Notfallmedikamente noch aktuell, stimmt die Dosierung, wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? Auch wenn ich vielleicht länger unterwegs bin. Der Anna-Felazie-Notfall-Planet aus Notfallset mit dem Adrenalin sollte auf Flügen insbesondere im Handgepäck bitte sein. Nicht in den großen Koffer mit rein, denn es gibt mittlerweile zwar Fluggesellschaften, die auch nutzfreie Flüge anbieten, aber das Leben gibt einem seltene Sicherheit von 100 Prozent. Es kann theoretisch immer was passieren, das gehört einfach dazu. Und genau,

01:25:48: Speaker 3 Fluggesellschaften vorab über eine schwere bestehende Allergie informieren. Die gute Nachricht, die Flugzeuge sind mittlerweile alle mit einem sogenannten HEPA-Filter ausgestattet. Das heißt, hier wird auch wirklich die Luft von Allergen nicht komplett, aber zum großen Teil entfernt und im Zweifel gilt auch hier wirklich eine eigene Mahlzeit mitbringen, aber Fluggesellschaften sind da wirklich schon gut vorbereitet. Bei den kleinen sollte man noch bedenken, dass sie eben auch die Finger und die Hände oft in den Mund noch nehmen, also hier seifenhaltige Feuchtücher mitnehmen und im Zweifel auch Tische und die Arme lehnen einmal abwischen.

01:26:23: Speaker 1 Okay, das klingt ja fast danach als wäre das Flugzeug teilweise ein sicherer Ort für mein Kind mit Allergien als anderswo. Das macht auf jeden Fall, ja, wie du sagst, Lust, auch wieder in die Ferne zu reisen. Okay, Monique, letzte Frage und für mich wahrscheinlich die wichtigste Frage. Wie finde ich denn als Eltern irgendwo die Balance zwischen

01:26:45: Speaker 1 ich möchte, dass mein Kind natürlich sicher ist und geschützt wird für einer schweren allergischen Reaktion, aber gleichzeitig möchte ich euch ja auch, dass mein Kind ganz normal aufwächst.

01:26:56: Speaker 3 Genau, also wir müssen ehrlicherweise sagen, Wachsamkeit ist an dieser Stelle wirklich gut, aber bitte keine Angst. Angst lehnt uns, Angst ist blöd und macht uns einfach auch handlungsunfähig. Viel wichtiger ist einfach den Fokus zu verschieben auf, was kann ich eigentlich wirklich tun? Das heißt, ich schaue, dass ich an Wissen gelange, was ich benötige, ich übe für den Notfall, ich übe zusammen mit meinem Kind den Notfall, was sind Anaphylaxis-Symptome auf, die ich achten muss, wo ist mein Notfall set und wie wende ich wirklich die Medikamente an? Und ganz wichtig ist es einfach die Teilhabe zu ermöglichen und das Kind nicht unnötig einzuschränken, denn selbst wusstest so einen selbstwuchsamen Umgang, das Kind ist mit der Erkrankung, kann einfach geübt werden, er kann gefördert werden und sei es, wenn wir gemeinsam üben nachzufragen bei den anderen Erwachsenen oder auf Veranstaltungen, aber eben auch das Kind nicht in einen Cocon zu packen, sondern einfach zu ermutigen, die Notfallmedikamente selbstständig auch anzuwenden.

01:27:56: Speaker 1 Das hast du sehr, sehr schön gesagt,

01:27:59: Speaker 1 Also liebe Herzis, ihr

01:28:00: Speaker 1 es ist möglich, ein fast ganz normales Leben auch Mitnahungsmittel, Allergie zu führen und das sollte auch immer unser Ziel sein als Eltern, aber natürlich auch als behandelnde Ärzte und Ärztinnen. Liebe Monique, an der Stelle, ja, ein allerletztes Mal,

01:28:16: Speaker 1 deine wirklich wichtige Herzensbotschaft, eine Take-home Message für unsere Herzis.

01:28:25: Speaker 3 Vielen lieben Dank auch euch und ich möchte noch mal wirklich mit einer guten Nachricht abschließen, denn echte Nahrungsmittel, Allergien sind wirklich viel viel seltener als Eltern immer so denken. Das sind 4 Prozent in der Gesamtbevölkerung, bei Kindern sind die Zahlen ein bisschen höher, 5 bis 10 Prozent, aber sie sind wirklich seltener als man denkt und Allergie ist auch nicht gleich Allergie. Eine Nahrungsmittel-Ergie erfordert Respekt, aber eben keine Angst und es gibt gute Möglichkeiten für uns Situation vorher zu üben. Wir sind gut ausgestattet mit Notfallmedikamenten in Deutschland und ich glaube, damit können wir abschließen und ich freue mich, dass ich bei euch

01:29:23: Speaker 1 Der Haut- und Herz-Podcast wird produziert von Cepia. Die Redaktion übernehme ich Tatiana Braun. Moderiert wird von Felix King. Die Aufnahmeleitung hat Florian Bresemler. Die Musik stammt von Felix King und Luke Larson. Das wichtigste aber bist du. Danke für dein Interesse und dafür, dass du Teil unserer Community bist. Hast du Fragen, Anregungen oder Feedback? Dann kontaktiere uns über den Feedback-Link in den Show-Notes. Für weitere wertvolle Tipps abonniere unseren Newsletter Kinderhaut-Kompass. Ansonsten findest du uns jederzeit auf Instagram unter Kinderhaut-Docs. Bis zum nächsten Mal und alles Liebe, dein Team von Haut und Herz.

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